Die kalte Jahreszeit stellt obdachlose Menschen vor große Herausforderungen. In Berlin begann die Winterhilfe-Saison bereits im Oktober. Mehr als 1.000 warme Übernachtungsplätze stehen für Bedürftige bereit.
Das Programm Kältehilfe bietet schnelle Unterstützung. Es umfasst Notunterkünfte, Tagesaufenthalte, Suppenküchen und spezielle Busse. Diese versorgen obdachlose Menschen mit warmen und kalten Getränken.
Kältebusse in Berlin seit November im Einsatz
Seit November fahren die Kältebusse durch Berlin. Sie helfen obdachlosen Menschen in Notlagen.
Die Busse erfüllen zwei zentrale Aufgaben:
- Transport in Notunterkünfte – Menschen ohne festen Wohnsitz werden von der Straße abgeholt und in eine sichere Unterkunft gebracht.
- Versorgung vor Ort – Bedürftige erhalten Schlafsäcke, warme Getränke und Essen.
Vor dem Anruf bei einem Kältebus sollten Passanten mit der betroffenen Person sprechen. Wer sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet, benötigt sofortige Hilfe. In akuten Notfällen sollte direkt die Polizei (110) oder die Feuerwehr (112) alarmiert werden.
Hotlines und Kältebusse in Berlin
Mehrere Organisationen betreiben Kältebusse und Hotlines für Obdachlose.
Wärmebus DRK-Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V.
030 600 300 1010 (täglich 18:00 – 00:00 Uhr)
Kältebus Berliner Stadtmission
030 690 333 690 (täglich 20:00 – 02:00 Uhr)
Kältehilfe-Hotline Gebewo pro gGmbH
030 343 971 40 (täglich 19:00 – 23:00 Uhr)
Hotline für Obdachlose
0157 805 978 70 (Montag – Freitag 09:00 – 17:00 Uhr)
Notfälle: Polizei 110 oder Feuerwehr 112
Dringender Bedarf an Unterkünften
Die Berliner Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe weist auf den Mangel an Unterkünften hin. Sie fordert mehr Eigentümer auf, geeignete Immobilien für die Kältehilfe bereitzustellen.
Jeden Winter steigt der Bedarf an Notunterkünften. Der Senat sucht nach Lösungen, um das Angebot zu erweitern.
Kältehilfe wird kontinuierlich ausgebaut
Das Hilfsprogramm Kältehilfe Berlin existiert seit mehr als 30 Jahren. Die Angebote wurden stetig ausgebaut.
Im Winter 2011/12 standen rund 400 Notplätze zur Verfügung. Heute gibt es mehr als 1.000 Übernachtungsmöglichkeiten.
Die Initiative läuft jedes Jahr von Oktober bis April. Ziel ist es, obdachlose Menschen vor dem Erfrieren zu schützen. Die Umsetzung erfolgt durch die Senatssozialverwaltung, Bezirke, soziale Organisationen, Ehrenamtliche und Spender.
Anonyme Nutzung der Winterhilfe möglich
Obdachlose Menschen können die Winterhilfe anonym in Anspruch nehmen. Besonders Nachtcafés bieten eine wichtige Anlaufstelle.
Nachtcafés werden meist von kirchlichen Gemeinden oder sozialen Vereinen betrieben. Sie unterscheiden sich von regulären Notunterkünften. Viele sind nicht täglich geöffnet.
Die Kältehilfe wurde 1989 durch kirchliche Organisationen, soziale Träger und die Senatsverwaltung für Soziales gegründet. Seither wurde das Angebot stetig erweitert.
Ein lebensrettendes Hilfsangebot für Berlin
Die Winterhilfe bietet obdachlosen Menschen dringend benötigten Schutz. Kältebusse, Notunterkünfte und Nachtcafés sind wichtige Maßnahmen gegen die Kälte. Die Kältehilfe Berlin rettet Leben und benötigt weiterhin Unterstützung.