Hilfe bei Stromausfall in Treptow-Köpenick

Ein großflächiger Stromausfall im Südosten Berlins hat seit Dienstag zahlreiche Stadtteile in Treptow-Köpenick lahmgelegt. Betroffen sind nicht nur Privathaushalte, sondern auch öffentliche Einrichtungen und der öffentliche Nahverkehr. Da die Notrufe 110 und 112 teilweise ausgefallen sind, haben Polizei und Feuerwehr alternative Anlaufstellen eingerichtet. Ziel ist es, den Menschen auch ohne funktionierende Telefonverbindungen schnelle Hilfe zu ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis:

Mobile anlaufstellen der feuerwehr in treptow-köpenick

Die Berliner Feuerwehr hat an mehreren Orten im Bezirk mobile Anlaufstellen eingerichtet. Sie können direkt aufgesucht werden, wenn ein Notfall eintritt. Auch über die Berliner Verkehrsbetriebe können Notrufe abgesetzt werden. Fahrgäste dürfen Busse, Bahnen oder Trams anhalten und Fahrerinnen oder Fahrer bitten, per Funk Hilfe zu rufen.

Übersicht wichtiger Standorte

Adresse Postleitzahl Stadtteil
Hans-Schmidt-Straße 16 12489 Berlin
Schliemannstraße 10 12527 Berlin
Semmelweisstraße 83 12524 Berlin
Anna-Seghers-Straße 171 12489 Berlin
Selchowstraße 3 12489 Berlin
S-Bahnhof Schöneweide - Berlin
Segelfliegerdamm 42 12487 Berlin
Mohnweg / Tiburtiusstraße 12524 Berlin
Keltensteig / Grünauer Straße 12524 Berlin
Grünauer Straße 118 12537 Berlin
Schnellerstraße 74 12439 Berlin
Ligusterweg 12487 Berlin
Oberspreestraße / Bundeswehr 12439 Berlin

Diese Standorte sind für Bürgerinnen und Bürger wichtige Orientierungspunkte im Notfall.

Telefon-hotline und lautsprecherwagen

Innensenatorin Iris Spranger und Bezirksbürgermeister Oliver Igel haben weitere Maßnahmen beschlossen. Zwei Katastrophenschutz-Leuchttürme sollen in den betroffenen Gebieten errichtet werden. Zusätzlich wurden Lautsprecherwagen eingesetzt, die durch Treptow-Köpenick fahren. Sie informieren die Bevölkerung über Anlaufstellen und aktuelle Entwicklungen.

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hat außerdem eine Hotline unter (030) 90297-4888 geschaltet. Darüber hinaus gibt es einen Informationskanal im Messenger-Dienst sowie eine laufende Aktualisierung der Lageberichte auf der Internetseite des Bezirksamtes.

Polizeiabschnitte und mobile wachen

Die Berliner Polizei verweist auf mehrere feste Dienststellen, die jederzeit aufgesucht werden können. Dazu gehören:

  • Abschnitt A34 in der Nöldnerstraße 35, 10317 Berlin
  • Abschnitt A36 in der Karlstraße 8, 12557 Berlin
  • Abschnitt A48 im Zwickauer Damm 56, 12353 Berlin
  • Abschnitt A54 in der Sonnenallee 107, 12045 Berlin

Darüber hinaus gibt es drei mobile Polizeiwachen im Bezirk:

  1. 12:00–18:00 Uhr am S-Bahnhof Schöneweide
  2. 14:00–20:00 Uhr am S-Bahnhof Grünau
  3. 14:00–20:00 Uhr am S-Bahnhof Adlershof

Zusätzlich sind verstärkte Streifen in den betroffenen Gebieten unterwegs und können jederzeit angesprochen werden.

Was bei stromausfall nicht mehr funktioniert

Ein Stromausfall betrifft viele Lebensbereiche. Bankautomaten, Kartenzahlungen, Ampeln, Supermärkte und teilweise auch Wasser- und Heizungsversorgung sind nicht nutzbar. Auch Haushaltsgeräte, Kühlschränke und Elektroherde fallen aus. Selbst Solaranlagen arbeiten ohne Netzstrom nicht zuverlässig.

  • Öffentliche Verkehrsmittel sind eingeschränkt
  • Tankstellen können keinen Treibstoff ausgeben
  • Lebensmittelgeschäfte müssen möglicherweise schließen

Verhalten bei blackout

Die Polizei rät, Ruhe zu bewahren und Nachbarn im Blick zu behalten. Elektrische Geräte sollten ausgeschaltet und Steckdosen gezogen werden, um Schäden bei der Wiedereinschaltung zu vermeiden. Mobiltelefone sollten sparsam genutzt werden.

Wichtige Tipps im Überblick

  1. Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereithalten
  2. Ersatzakkus oder Powerbanks für Mobiltelefone nutzen
  3. Lebensmittel- und Wasservorräte für etwa zehn Tage lagern
  4. Auf Aufzugfahrten verzichten
  5. Kerzen, Campinglampen oder Petroleumlampen zur Beleuchtung bereithalten

Vorsorge und hilfsmöglichkeiten

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt eine Selbstversorgung für mindestens zehn Tage. Dazu gehören pro Person zwei Liter Wasser täglich sowie haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln oder Konserven. Bargeldreserven sind sinnvoll, da Kartenzahlung und Geldautomaten nicht funktionieren.

Im Notfall können Bürgerinnen und Bürger die nächstgelegene Polizeidienststelle oder Feuerwehrstation persönlich aufsuchen. Mobile Wachen und Einsatzkräfte stehen ebenfalls zur Verfügung.

Quelle: rbb24, YouTube