Fastenbrechen nach Sonnenuntergang im Ramadan 2026
Fastenbrechen nach Sonnenuntergang im Ramadan 2026, Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

Der Ramadan ist ein zentraler Bestandteil des islamischen Jahreskalenders. Der Fastenmonat bestimmt über mehrere Wochen den Tagesablauf gläubiger Muslime. Klare religiöse Regeln, feste Zeiträume und verbindliche Pflichten strukturieren diese Phase. Gleichzeitig prägen gemeinschaftliche Rituale und religiöse Feiern den Alltag, ähnlich wie andere religiöse und kulturelle Ereignisse in der Hauptstadt, mehr hier.

Inhaltsverzeichnis

Am 18. Februar 2026 beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Über einen Zeitraum von 30 Tagen verzichten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen. Der Tagesrhythmus richtet sich exakt nach dem Sonnenstand. Nach Einbruch der Dunkelheit endet das tägliche Fasten mit dem Iftar, dem gemeinsamen Fastenbrechen. Den Abschluss des Monats bildet das Zuckerfest, das den religiösen Höhepunkt markiert und in vielen Familien mit besonderen Mahlzeiten verbunden ist.

Zeitraum und Kalenderberechnung

Der Ramadan dauert immer 30 Tage. Sein Beginn wird durch den islamischen Mondkalender bestimmt. Maßgeblich ist die Sichtung der Mondsichel nach dem Neumond. Da sich dieses Ereignis jährlich verschiebt, variiert auch der Beginn des Fastenmonats. Im Jahr 2026 fällt der Ramadan auf den Zeitraum vom 28. Februar bis zum 20. März.

In den folgenden Jahren verschiebt sich der Fastenmonat weiter nach vorne

  • 2027 vom 7. Februar bis 8. März
  • 2028 vom 27. Januar bis 25. Februar
  • 2029 vom 15. Januar bis 13. Februar

Diese Verschiebung beträgt jährlich etwa 10 bis 11 Tage.

Ramadan im Jahr 2030

Der islamische Mondkalender ist kürzer als der gregorianische Sonnenkalender. Dadurch kann es zu besonderen Konstellationen kommen. Im Jahr 2030 findet der Ramadan zweimal statt. Die erste Fastenzeit beginnt am 5. Januar. Eine zweite Phase folgt gegen Ende desselben Jahres. Diese doppelte Erscheinung ergibt sich ausschließlich aus der unterschiedlichen Länge der beiden Kalendersysteme.

Religiöse Bedeutung des Fastens

Das Fasten im Ramadan ist die dritte der fünf Säulen des Islam. Es zählt zu den grundlegenden religiösen Pflichten. Während des neunten Monats des Mondkalenders verzichten Muslime von der Morgendämmerung bis zur Dunkelheit auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Das Fasten dient der religiösen Disziplin und der inneren Einkehr.

  1. Das Glaubensbekenntnis
  2. Das rituelle Gebet
  3. Das Fasten im Monat Ramadan
  4. Die Wohltätigkeit
  5. Die Pilgerfahrt nach Mekka

Ziel und Sinn des Fastens

Das Fasten verfolgt ein klar definiertes religiöses Ziel. In einem Flyer der islamischen Organisation Ditib heißt es wörtlich:

„Das eigentliche Ziel des Fastens ist, Gottes Anerkennung zu erlangen.“

Weiter heißt es dort:

„Für alles gibt es eine Spende; und die Spende des Körpers ist das Fasten.“

Ditib beschreibt den Ramadan als Zeit der ethischen Erneuerung. Das Fasten werte „unsere ethischen Werte auf, bewahrt uns vor Schlechtem, belehrt den Menschen, gütig zu sein (...), macht den Menschen körperlich und spirituell gesund, bringt dem Menschen Geduld bei und belehrt den Menschen, den wahren Wert des Segens zu verstehen“.

Alltägliche Regeln während des Ramadans

Der Tagesablauf ist streng geregelt. Gläubige stehen vor Sonnenaufgang auf, um zu essen und zu trinken. Danach beginnt die tägliche Fastenzeit. Während des Tages wird vollständig auf Nahrung und Flüssigkeit verzichtet. Erst nach Sonnenuntergang beginnt das Fastenbrechen, das häufig mit einem Gebet abgeschlossen wird.

  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Geschlechtsverkehr

Auf der Internetseite von Ditib heißt es:

„Das Fasten belehrt den eiligen Menschen auch, die Ruhe zu bewahren. Es belehrt ihn, seine unendlichen Wünsche und Triebe unter Kontrolle zu halten.“

Viele Gläubige verzichten zusätzlich auf auffällige Kleidung, Parfum oder Make-up.

Spenden und soziale Verpflichtung

Spenden sind ein fester Bestandteil des Ramadans. Muslime unterstützen in dieser Zeit gezielt Bedürftige. Zahlreiche Hilfsorganisationen rufen während des Fastenmonats zu Spendenaktionen auf. Auch in Berlin ist soziales Engagement ein wiederkehrendes Thema, mehr Informationen.

Kinder und Fastenpflicht

Fastenpflichtig sind alle gesunden Gläubigen, die die Pubertät erreicht haben. Kinder sind vom Fasten ausgenommen. Viele Familien führen Jugendliche schrittweise an den Ramadan heran. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und altersabhängig.

Ausnahmen vom Fasten

  • Schwangere Frauen
  • Stillende Mütter
  • Frauen während der Menstruation
  • Kranke Menschen
  • Altersschwache Personen
  • Reisende

Auch Personen mit schwerer körperlicher Arbeit oder intensiver sportlicher Belastung verzichten teilweise auf das Fasten. Nicht eingehaltene Fastentage müssen nach religiösen Vorschriften später nachgeholt werden, sofern dies möglich ist.

Zuckerfest nach dem Fastenmonat

Nach dem letzten Fastentag endet der Ramadan mit dem Zuckerfest. Es gehört neben dem Opferfest zu den wichtigsten islamischen Feiertagen.

  • der Moscheebesuch mit Festgebet
  • Familientreffen
  • Besuche bei Eltern und Großeltern

Kinder erhalten Geschenke, Geld und Süßigkeiten, während Familien gemeinsam feiern. Kulinarische Traditionen spielen dabei eine wichtige Rolle, mehr dazu.

FAQ

Wann beginnt der Ramadan 2026?

Der Ramadan beginnt im Jahr 2026 am 18. Februar und dauert 30 Tage.

Wie lange dauert der Ramadan?

Der islamische Fastenmonat dauert immer 30 Tage und richtet sich nach dem Mondkalender.

Was ist während des Fastens erlaubt und verboten?

Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt.

Wer ist zum Fasten im Ramadan verpflichtet?

Zum Fasten verpflichtet sind gesunde Gläubige, die die Pubertät erreicht haben.

Welche Ausnahmen gelten während des Ramadans?

Kinder, Kranke, Schwangere, Stillende, Reisende sowie altersschwache Personen müssen nicht fasten.

Was passiert nach dem Ende des Ramadans?

Nach dem letzten Fastentag wird das Zuckerfest gefeiert, eines der wichtigsten Feste im Islam.

Warum gibt es im Jahr 2030 zwei Ramadan-Zeiträume?

Der islamische Mondkalender ist kürzer als der gregorianische Kalender, wodurch der Ramadan im Jahr 2030 zweimal stattfindet.

Welche Bedeutung haben Spenden im Ramadan?

Spenden sind ein fester Bestandteil des Ramadans und dienen der Unterstützung Bedürftiger.

Quelle: Berliner Morgenpost, Milekcorp