Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) kommt es seit Samstag zu erheblichen Verspätungen. Ursache sind IT-Probleme nach einem Cyberangriff auf den externen Dienstleister Collins Aerospace. Betroffen sind vor allem die Systeme für die Passagierabfertigung, wodurch der Check-in stark verzögert wird.
Inhaltsverzeichnis:
- Probleme bei Collins Aerospace
- Auswirkungen auf Flüge am BER
- Lage in Brüssel und London
- Unterschiedliche Situation in Deutschland
Probleme bei Collins Aerospace
Der Angriff auf Collins Aerospace erfolgte am Freitagabend. Die Systeme wurden daraufhin vom Netz genommen. Der Flughafen BER ist nicht direkt Ziel des Cyberangriffs, sondern nur indirekt betroffen. Laut Unternehmensangaben handelt es sich um eine „cyberbedingte Störung“, die mehrere Flughäfen betrifft.
- Automatisierter Check-in ist nicht möglich
- Passagierdaten müssen manuell erfasst werden
- Flughafen arbeitet an einer Lösung
Sprecher Axel Schmidt erklärte, dass derzeit mit Papierlisten und Stift gearbeitet werde. Dies verlängere die Abfertigung deutlich.
Auswirkungen auf Flüge am BER
Laut der Internetseite des Flughafens kam es am Samstag zu deutlichen Verspätungen. Bis 16.40 Uhr wurden zahlreiche Abflüge verzögert, teilweise um bis zu 90 Minuten. Auch die Plattform Flightradar24 meldete durchschnittliche Verzögerungen von 58 Minuten.
Das größte Chaos ereignete sich am frühen Morgen zwischen 4 und 7 Uhr. Ein Krisenstab wurde eingerichtet, um die Situation zu koordinieren. Schmidt betonte, dass alles daran gesetzt werde, die Folgen für Reisende möglichst gering zu halten.
Lage in Brüssel und London
Neben BER sind auch andere Flughäfen betroffen. In Brüssel ist aktuell nur manuelles Einchecken und Boarding möglich. Laut Angaben dortiger Behörden müssen Passagiere mit Ausfällen rechnen. Bis Mittag wurden in Brüssel über 100 Flüge verspätet abgefertigt.
Am Flughafen London-Heathrow sprach man offiziell von einem „technischen Problem“. Nach Informationen der BBC kam es jedoch bis zum Mittag zu mehr als 140 Flugverspätungen.
Unterschiedliche Situation in Deutschland
Andere deutsche Flughäfen wie Frankfurt, München, Hamburg, Hannover, Dresden, Leipzig/Halle, Düsseldorf, Bremen und Köln meldeten keine Störungen. Dort läuft der Betrieb regulär. Insgesamt zeigt sich ein klarer Unterschied zwischen betroffenen und nicht betroffenen Standorten.
Die Dauer der Störung bleibt unklar. Experten schließen nicht aus, dass die Probleme auch am Sonntag weitergehen. Passagieren wird empfohlen, vor der Anreise die Online-Informationen des Flughafens oder der Airlines zu prüfen.
Quelle: rbb24